Presse
Blickfang Dach
 |
|
Das Gebäude aus den 20er Jahren vor der Komplett-Sanierung...
|
 |
|
… und nach der Sanierung.
Schwarze Dachsteine (S-Pfanne mit "Longlife"-Oberfläche) sind ein
attraktiven Kontrast zur gelben Mineralputz-Fassade.
|
 |
|
Ein Erker, von Wind und Wetter gezeichnet …
|
 |
|
… schwarzglänzende Dachsteine auf dem Dach ersetzen die Schiefereindeckung und "verbannen" sie unter die Dachtraufe.
|
 |
|
Unansehnliche Schieferplatten …
|
 |
|
… jetzt sauber bis ins Detail: passende Ortgänge aus der S-Pfannen-Kollektion bilden den Abschluss am Giebel.
Fotos: Nelskamp, Schermbeck
|
Mikrobeton sorgt für dauerhafte Sauberkeit
Als der Architekt das Gebäude
vor 15 Jahren kaufte, war ihm der Sanierungsbedarf durchaus bewusst. Er
beschränkte sich zunächst auf die Modernisierung im Erdgeschoss, um
sein Büro dort unterzubringen. Dann richtete er in Ober- und
Dachgeschoss drei Mietwohnungen ein.
Ein wesentliches,
gestalterisches Merkmal des Gebäudes ist das steil geneigte Satteldach
(50 Grad) mit zwei Erkern. Als prägendes Bauwerk der Straße waren bei
der Sanierung auch denkmalpflegerische Aspekte, hier der
Ensemble-Schutz, zu berücksichtigen.
Dachsteine statt Schiefer
Im
vergangenen Jahr nahm Brümmer die Sanierung des Daches in Angriff.
Viele Schiefer-Platten waren zerbrochen oder fehlten ganz. Die
Vorbesitzer hatten die Schieferdeckung immer nur provisorisch
ausgebessert. Brümmer informierte sich eingehend über preiswerte
Alternativen, die dauerhaft hohen Witterungsschutz und eine
gleichbleibende Farbton-Qualität zugleich gewährleisten sollten. "Auf
der ‚Dach und Wand’ entdeckte ich die Longlife-Beschichtung von
Nelskamp", berichtet Brümmer. "Die Dachsteine sind fühlbar glatter als
herkömmliche Modelle und verringern so zwangsläufig das Ansetzen von
Staub."
Dank ihrer Polymer-Beschichtung benetzt Regen die
gesamte Dachstein-Fläche – das Wasser perlt nicht in Tropfen ab,
sondern "spült" die Oberfläche sauber. "Eine automatische, kostenlose
Reinigung", bestätigt Oliver Kortendieck, Anwendungstechniker von
Nelskamp. "Die Pfannen sind durch die Schutzschicht farbbeständig und
sehen auch nach Jahren richtig schwarz und nicht etwa grau aus."
Verstärkung des Tragwerks Dachdeckung
und Giebelwände waren nicht die einzigen Sanierungsprobleme in Arolsen.
Durchdringende Feuchte hatte das Tragwerk beschädigt. Einzelne Balken,
zum Beispiel die Firstpfette, mussten ersetzt werden.
Auch der
Wärmeschutz bestimmte maßgeblich die neue Dachkonstruktion. Architekt
Brümmer entschied sich für eine Vollsparrendämmung mit Lüftungsebene
und dampfdiffusionsoffener Unterspannbahn. Eine 14 cm dicke
Sparrendämmung und die 4 cm Wärmedämmung hinter der innenseitigen
Gipskartonplatten-Verkleidung sorgen für hohen Wärmeschutz im
ausgebauten Dachgeschoss bzw. dem in Wohnraum umgewandelten Spitzboden.
Den Schutz vor Durchfeuchtung durch kondensierte Raumluft übernimmt
eine Folie als Dampfsperre zwischen Dämmung und Gipskartonplatte.
Der
hohe bauliche Wärmeschutz des Daches trägt zusammen mit der 16 cm
dicken Außendämmung der Fassade zu geringen Heizkosten bei. "Der
Niedrigenergiehaus-Standard wird deutlich unterschritten", betont
Brümmer.
Alte Schalung erhalten
Weil
Brümmer neben dem Altgebäude gleichzeitig das alte Flachdach des
rückseitigen Anbaus sanierte, musste Dachdeckermeister Willi Fülling
mit seinen Mitarbeitern auch mehrere Lagen Bitumenschweißbahn abbauen
und entsorgen. Ursprünglich sollte neben den alten Schiefern und der
Dachpappe auch die vorhandene Dachschalung entfernt werden. Hier hatte
Fülling eine kostengünstigere Lösung parat: Statt die Schalung zu
entfernen, empfahl er, sie mit zwei 22 mm dicken
Holzfaser-Eindeckplatten (Pavatex) zu überdecken.
Gesagt, getan:
Die alte Schalung wurde vorher mit diffusionsoffener Gewebefolie
versehen. Das Aufbringen der Konter- und Traglattung und die
eigentliche Verlegung der Pfannen stellten kein Problem dar. Der
Trocken-Lüfterfirst wurde mit Firststeinen, einem Firstelement und
Firstendsteinen aus dem Zubehörprogramm von Nelskamp eingedeckt.
Die
Giebeldreiecke und Erkerwandflächen mussten mit 24 mm dicken Brettern
neu verschalt werden. Anschließend folgte die Verkleidung mit
spanischen Naturschieferplatten in deutscher Deckung. Um auch bei
Schlagregen oder Treibschnee ein Eindringen von Feuchte in die
Giebelwände zu verhindern, wurde auf der Holzschalung zusätzlich eine
Glasvlies-Bitumen-dachbahn angebracht.
Ursprünglich, aber modern
Brümmer
ist zufrieden: Dem Betrachter bietet sich ein ansprechendes
Erscheinungsbild des Daches. Die S-Form der Pfanne ergibt optisch
fließende Übergänge. Nicht der einzelne Dachstein, sondern die
Dachfläche als Ganzes wird wahrgenommen. Der Eindruck verstärkt sich
durch die abgerundete Schnittkante der S-Pfanne.
Der schwarze
Farbton der Pfannen erweist sich ebenfalls als richtige Wahl. Er gibt
dem Haus – mit der Fassade aus gelb eingefärbtem Mineralputz – ein
modernes Outfit, ohne die ursprüngliche Bauwerksform zu verändern.
Im
Bereich des rückwärtigen Dach-Erkers und des Anbaues auf der
Gebäude-Rückseite sind die Dacharbeiten noch nicht abgeschlossen. Auf
dem Flachdach des Anbaues plant Brümmer eine Moos-Sedum-Kräuter-Matte
als extensive Dachbegrünung. Dafür wurden eine fugenlose Gefälledämmung
und ein Begrünungs-Unterbau in Form einer wurzelfesten Dachabdichtung
aus Kunststoffbahnen ausgeführt.
Bautafel: Bauherr: Erika Brümmer, 34454 Bad Arolsen Sanierungs- und Umbauplanung: Dipl.-Ing. Architekt Heiner Brümmer, 34454 Bad Arolsen Dachsanierung: Dachdeckerbetrieb Willi Fülling, 34431 Marsberg-Giershagen Eingedeckte Dachfläche: 300 Quadratmeter Dachdeckungsmaterial: S-Pfanne "Longlife", schwarz Reine Verlegekosten: rd. 6.000 Euro Gesamte Dachsanierungskosten (inklusive Abbruch-, Holz- und Flachdacharbeiten): ca. 40.000 Euro Dachsteinlieferant: Dachziegelwerke Nelskamp, 46510 Schermbeck Technische Beratung: Tim Pfannmüller, Dachziegelwerke Nelskamp
13. Mai 2005 |